Wir stehen leise auf und ich schließe das Fenster. Davon wird die Kleine wach und jammert, dass sie ankuscheln will. Auch das ist neu seit letzter Woche. Ich muss dringend aufs Klo und sage es ihr auch so. Als ich die Treppe wieder hoch komme, ist Ruhe im Schlafzimmer. Ihr Ärger dauert immer nur kurz, dann legt sie sich hin und schläft weiter, als wäre nix gewesen.
Ich gehe zu Sohnemann, kurz kuscheln, anziehen, runter schicken. Der Großen "Guten Morgen" wünschen und Gegrummel ernten. Hach ja, es ist zum Glück die letzte Schulwoche vor den Sommerferien angebrochen.
Dann folgt das übliche Morgenprogramm mit Frühstück, Apfelspalten für die Frühstückspause in der Schule schnippeln, Kinder stupsen und "schon wieder Meckern" als Antwort bekommen. Hach ja. Draußen im Hof liegt eine halbe Maus. Die Katze kommt schnatternd aus einer anderen Richtung. Wir ignorieren die Maus.
Mit Verspätung sitzen die drei im Auto. Später wird der Herr TAC mir erzählen, dass sie wieder dem Bus hinterher gefahren sind.
Ich kümmere mich um die montäglichen Wäscheberge. Im Sommer, wenn alles gut trocknet, sind sie übersichtlich. Im Winter dagegen werden sie riesig.
Dann Sofazeit. Ich stöbere auf Blogs, schreibe selbst 2 Einträge. Darüber wird es halb 9, Zeit, die Kleine aus dem Bett zu holen. Sie ist verschlafen. Anziehen, Frühstück mit meinen Eltern.
Ich hab Lust, einkaufen zu gehen. Die Kleine ebenfalls. So drucke ich mir Töchterchens Schulbedarfsliste fürs nächste Schuljahr aus. Die Schule hat alle Listen für alle Klassen im Netz, sehr praktisch. Die Liste für Sohnemann haben wir am Freitag beim Tag der offenen Tür an seiner neuen Schule bekommen.
Hach, ich muss noch einen Anruf machen... besetzt. Ich packe zusammen, was wir mitnehmen müssen. Wickeltasche, Einkaufkorb, Handtasche, Handy... Meine Mutter zieht derweil der Kleinen Schuhe und Hütchen an. Das Telefon klingelt, der Herr von der Beratungsstelle ruft zurück. Na super, er schlägt mir einen privaten Arzt vor, Kostenpunkt für Diagnostik rund 400 Euro. Dazu eine Stunde Fahrzeit, einfach. Und der Hinweis: Mit der Diagnose macht er dann auch Therapie auf Kassenleistung. Sonst weiß er nix, was ich nicht auch schon wusste. Ich bedanke mich trotzdem.
Dann fahre ich mit der Kleinen zum Schreibwarenladen. Es dauert lange, bis ich alles beisammen habe, denn für die Kleine sind Geschäfte derzeit wunderbare Spielplätze. Sohnemann braucht ein neues Federkästchen. Seines geht kaputt und auf der Materialliste steht ausdrücklich, dass es keine Schlamperrolle sein darf. Ich durchsuche das Regal und nehme 2 Mäppchen in die engere Auswahl. Fotografieren und an den Lieblingsehemann senden... Dazu müssen wir zu den Fenstern, weil ich im Laden hinten kaum Netz habe. Die Verkäuferin schaut uns zu und lacht. Kommt anscheinend öfter vor, dass vor dem Kauf erstmal das Handy gezückt wird.
Die Entscheidung ist gefallen, wir gehen zurück zum Regal mit dem Mäppchen. Ich lege mein Handy ins Regal und schaue mir das Mäppchen nochmal genau an, ob es vollständig ist und die Reißverschlüsse ordentlich funktionieren. Derweil saust die Kleine davon. Ich fange sie wieder ein, setze sie in den Wagen und wir gehen zur Kasse.
Dann noch schnell eine kleine Wassermelone und ein Schorle kaufen, die Kleine hat Durst.
Inzwischen ist Mittag. Wir fahren zurück zur Übergangswohnung und ich wärme Spaghetti Bolognese vom Samstag auf. Als ich fertig mit essen bin, fällt mir ein, dass ich aufs Handy schauen wollte. Die Große könnte sich gemeldet haben. In der Handtasche ist es nicht, zwischen den Einkäufen auch nicht. Mist. Mir fällt ein, dass ich es ins Regal gelegt habe. Trotzdem durchsuche ich das Auto. Auch nix. Okay, dann Telefonnummer des Geschäfts raus suchen. Die ist nirgends eingetragen. Hach ja, das hat mir gerade noch gefehlt. Mein Vater wollte sowieso in die Richtung, so bietet er an, direkt los zu fahren. Ich sage ihm, dass das Handy vermutlich bei den Federmäppchen im Regal liegt. Er fährt weg, ich bringe erstmal die Kleine ins Bett und informiere den Lieblingsehemann von meiner Schusseligkeit. Er findet ebenfalls keine Telefonnummer des Geschäfts.
Ich mache Mittagspause, kann aber nicht schlafen.
Mein Bruder schneidet draußen die Hecke und unterhält sich mit Nachbarn. Meine Mutter kommt von Arbeit, ich höre sie ebenfalls reden. Es geht um die Straße vorm Haus, die (um)gebaut werden soll und wo die Anwohner kaum was erfahren.
Das Telefon klingelt. Herr TAC ist dran. Eine Bekannte hat ihn über den Aufenthaltsort meines Handys informiert. Es liegt in dem Laden an der Kasse.
Mein Vater ist wieder da. Ohne Handy. Er hat im Laden gefragt, und die Regale "abgesucht".
Hm, seltsam. Ich bespreche mit dem Mann telefonisch, wie es weiter geht. Ich werde nochmal zum Laden fahren und er wie geplant die Kinder abholen.
Die Kleine ist wach, ich hole sie aus dem Bett. Windel ab, Töpfchen und erstmal keine Windel wieder. Sie wollte in letzter Zeit häufiger "ohne Hindel" bleiben und wenn wir nachmittags bei den hohen Temperaturen raus gehen, ist es nicht schlimm, wenn mal was daneben geht.
Mein Bruder kommt zu mir und zeigt mir den Status meines Handys:
Ahja, daher wussten es die, die uns Bescheid gegeben haben.
Ich lasse die Kleine bei meiner Mutter und fahre mein Handy abholen. Bei der Kassiererin bedanke ich mich mit frisch gekauften Pralinen. Nachdem mein Vater nach dem Handy gefragt hatte, haben sie bewusst danach gesucht und es bei den Federmäppchen im Regal gefunden (was ich meinem Vater auch gesagt hatte). Da sie keine Kontaktmöglichkeit hatten, kamen sie auf die Idee mit dem abfotografierten Zettel im Status. Sie entschuldigt sich noch dafür, dass sie mein Handy auf diese Art "benutzt" haben. Ich erzähle ihr im Gegenzug, dass es meine Schusseligkeit in Kombination mit dem davon sausenden Kleinkind waren, eindeutig mein Fehler. Ende gut, alles gut.
Zurück an der Übergangswohnung gibts erstmal Kaffee im Hof. Die Kleine steht plötzlich seltsam verkniffen da und verlangt nach dem Töpfchen. Passt.
Einige Zeit später noch einmal, allerdings mit dem großen Geschäft. Das kann sie noch gar nicht einschätzen und ist immer zu spät. Macht nix, auch dass lässt sich schnell in Ordnung bringen.
Dann gehen alle drei Kinder in den Pool. Die Kleine hatte schon am Morgen im "doose Duul" baden wollen. Wir Eltern sind die ganze Zeit direkt daneben und passen auf, bereit, sofort rein zu springen und die Kleine raus zu holen. Sie hält sich sicher mit Schwimmring über Wasser, hat sehr viel Spaß und brüllt, als wir sie raus nehmen und ins Handtuch wickeln.
Abendbrotzeit. Dann noch eine kurze Hausaufgabe für Sohnemann, Ranzen packen, bettfertig machen. Auf ausdrücklichen Wunsch aller drei Kinder gibts noch die neueste Maus aus der Mediathek, dann ist Schlafenszeit für die Kinder.
Da heute nix interessantes im Programm läuft, schauen wir den vor Wochen aufgenommenen letzten Lotta-Teil.
Montagsgrüße von TAC

schön dass das Handy wieder da ist.... hab eine schöne Woche
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