Heute ist der 5. September, Zeit zum Tagebuchbloggen. Ins Leben gerufen hat die Aktion vor vielen Jahren Frau Brüllen mit der Frage: "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" und jeden Monat antworten viele BloggerInnen.
Unser Tag beginnt gewohnt früh, halb 6 dudelt der Wecker mit Musik los. Meiner begann eigentlich schon vorher, die Jüngste wollte" Nana machen" und "Andusseln". Als wir aufstehen, jammert sie kurz, beruhigt sich aber direkt wieder und schläft weiter.
Es folgt das übliche Morgenchaos mit Anziehen, Frühstück für die Schule machen, frühstücken, morgenmuffeliges Gemaule wegen zu früh, brauch den Löffel auch, will nicht Zähne putzen, lieber nochmal aufs Sofa...
Letzten Endes sitzen die drei doch pünktlich um 6.25 Uhr im Auto. Ich winke ihnen nach, es nieselt.
Dann nochmal Sofazeit für mich. Bloglesen, bischen Häkeln, diesen Eintrag hier beginnen... Eigentlich hab ich Arbeit ohne Ende, aber diese ruhige Zeit am Morgen ehe die Kleine wach wird, brauche ich einfach, um ausgeglichen zu sein und die vielen Anforderungen des Tages zu schaffen.
Die Jüngste wird wach, ich höre sie durchs Babyfon brabbeln. Also gehe ich zu ihr. Sie hat nun ganz eigene Vorstellungen, wie ihr Tag ablaufen soll. Das beginnt damit, dass sie mir die Kuscheltiere gibt, die mit ins Wohnzimmer müssen, ALLEINE aus dem Bett klettert, ALLEINE die Treppe runter steigt, ALLEINE Schlafanzug und Windel auszieht, ALLEINE die Kleidung für den Tag aussuchen will...
Wir frühstücken. Bei der Kleinen dauert es, bis sie fertig wird. So räume ich schonmal ab, räume den Geschirrspüler aus und wieder ein, erledige hier und da kleine Handgriffe, nebenbei in ständiger Kommunikation mit der Jüngsten.
Dann sind wir im Wohnzimmer. Ich erklimme dem Mount Legewäsche und die Kleine spielt. Ich Räume ein Fach in der Schrankwand aus, wo immer alles abgelegt wird, was gerade keinen Platz hat. Es ist hier in der Übergangswohnung aber auch unser "Geburtstagstisch", den ich morgen vielleicht brauche. Die Kleine hantiert an der Magnetwand.
Dann wirds Zeit, die Hasen zu füttern. Wir schneiden eine Möhre in 4 Stücke und 4 Scheiben Gurke. Die Jüngste will die Schüssel tragen. "Nee, leine machen!"
Wir versorgen die Hasen mit Futter, Heu, trockenem Brot und frischem Wasser. Die Kleine will hüpfen, ich denke an die vielen Dinge, die ich erledigen müsste, während sie ins Trampolin klettert. Währenddessen drehe ich eine Runde durch den Garten. Als ich in den Pool schaue, kommt sie schon wieder zu mir und will mit mir "sauber machen". Es ist nur eine zappelnde Fliege drinnen, die wir retten.
Ich würde gerne wieder rein gehen, eilig klettert die Kleine wieder ins Trampolin. Hach ja.
Ich kippe gelangweilt im Hof das Wasser von den Stühlen, es hat ja geregnet. Wieder kommt sie zu mir. Inzwischen hat sie die Socken ausgezogen und saust barfuß durchs feuchte Gras. Nun erregt der Sandkasten ihre Aufmerksamkeit. Konzentriert sitzt sie drinnen und schaufelt Sand hin und her.
Ich bin froh, als Kundschaft kommt und ich was zu tun habe. Sie ist so vertieft in ihr Tun, dass ich sie nicht stören mag.
Dann endlich ist sie bereit, mit mir wieder rein zu gehen. Wir waren über eine Stunde draußen, es ist bereits Zeit, ans Mittagessen zu denken. Die Kleine will Reis essen. Das passt gut.
Während der Reis kocht, räume ich noch ein wenig auf und bediene weitere Kundschaft.
Ich brate Würstchenscheiben an, gebe Paprika, Mais aus der Dose und mangels Tomaten etwas Ketchup dazu. Das kommt über den Reis und schmeckt echt gut. Die Jüngste verlangt immer wieder nach. Am Ende ist bis auf ein paar Reiskörner alles alle. Da das Essen bei ihr wieder länger gedauert hat, habe ich bereits die Küche wieder aufgeräumt.
Mittagspause.
Gegen drei packe ich zusammen. Die Kleine ist wieder wach und freut sich, dass sie mitfahren darf. Ist ja kein anderer da, meine Eltern und mein Bruder sind im Urlaub, Herr TAC noch auf Arbeit und die großen Kinder im Augenblick bei der SchwiegerOma.
Wir fahren erst zum Haus. Ich hole meine Kranzrohlinge, die ich vor einiger Zeit aus abgeschnittenen Weinranken gemacht habe, schwatze kurz mit dem Nachbarn, der auf seinem Gerüst ist und an seiner Fassade hantiert und steige dann doch noch schnell auf unser Gerüst, um Fotos zu machen, denn heute wurde weiter gearbeitet.
Dann fahren wir zu meiner Freundin. Die sitzt gerade mit ihren drei Kindern bei Getreidekaffee und Keksen, wo wir uns dazu gesellen. Wir schwatzen über den Schuljahresbeginn, das bevorstehende Wochenende, über dies und das...
Dann gehts raus. Sie ist mit der Gartenschere bewaffnet und schneidet Material für Kränze ab. Ich beginne schonmal mit dem Binden. Das dauert. Eine weitere Bekannte kommt dazu, die schon sehr oft Kränze gebunden hat. Sie bringt zwei ihrer Kinder mit, sofort verteilen sich die Kinder, gehen auf Entdeckung oder zu den Hasen. Hier dürfen Kinder noch Kinder sein, draußen rum stromern und sich unbeobachtet von Erwachsenen ausprobieren. Auch meine Jüngste ist mal kurz dabei, bleibt aber dann doch lieber in meiner Nähe. Ein Hofbewohner (es gibt da mehrere Wohnungen mit Betreuung für Menschen, die mit Unterstützung alleine wohnen können) findet den skeletierten Fuß eines Rehs und zeigt ihn uns und den Kindern.
Ich schaffe nur einen Kranz, meine Freundin hat auch einen fertig. Die beiden nehme ich gleich mit, als ich mich kurz nach 6 verabschiede. Ich fahre zur Gemeinde, wo die Große mit dem Konfirmandenunterricht fertig ist und wartet. Da ist noch recht viel los, denn heute wurde eine Ausstellung aufgebaut.
Ich lege die beiden Kränze in die Bücherstube, schwatze noch kurz, dann fahren wir los, halten beim Bäcker. Die Große bekommt Nasenbluten, sie hat eine leichte Erkältung. Dann endlich fahren wir heim. Auf halber Strecke kommt eine Nachricht auf mein Handy, das ich der Großen in die Hand drücke: Ich wollte doch Efeu holen, steht da. Ich lasse die Große "Jetzt?" eintippen und es kommt "Okay" zurück. So halten wir nochmal an. Die Mädchen vertun sich, während der Efeu geschnitten wird.
Dann endlich sind wir zu Hause. Es ist fast 19 Uhr, so spät wollte ich nicht zurück sein. Ich lade den Efeu aus.
Der Lieblingsehemann hatte nach der Arbeit Sohnemann geholt, die Kundschaft bedient und jetzt mit Sohnemann den Tisch gedeckt. Wir essen, unterhalten uns, füttern die Katze meiner Eltern, dann gehen die Kinder schlafen.
Sofazeit für uns. Ich häkle, wir schauen eine Serie. Plötzlich fragt Herr TAC, was mit den Hasen ist. Mist, die hab ich vergessen.
Timeshift ist ne tolle Erfindung... Wir gehn gleich zusammen raus und füttern im Fast-ganz-Dunkel die 4 Hasen.
Dann schauen wir zu Ende, ich ribble fast zwei Reihen wegen eines Fehlers.
Schlafenszeit.
Tagebuchgrüße von TAC
Rückblick:
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Donnerstag, 5. September 2019
WMDEDGT im September 2019
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2 Kommentare:
Zunächst einmal lese, freue und bedanke ich mich herzlich über jeden Kommentar.
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Oh,ich kann Dich so gut verstehen, dass man morgens einfach die Tagesenergie sammeln muss :-) Ich mache das an meinen "freien" Tagen auch.
AntwortenLöschenGanz liebe ernergiegeladene Grüße an Dich!
Cora
Achja, und meine allerherzlichsten Glückwünsche an das Kleintöchterchen!
Ich geb die Grüße gerne weiter. Ihr Geburtstag ist im April. Ich hab vergessen, den Ticker mal neu zu machen. Das hol ich mal fix nach. Danke für den Hinweis ;)
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