Die letzte komplett tagebuchartig verbloggte Woche ist schon länger her. Ich hab Lust, mal wieder ausführlicher zu schreiben. Alle bisherigen "Eine Woche"-Einträge gibts oben im Reiter.
Herr TAC bewegt sich, schaltet den Wecker aus, gibt mir einen Kuss und steht auf. Es ist 6.40 Uhr. Ich dussle nochmal ein und bin schlagartig wach, als er die Treppe runter läuft. Da ist es kurz nach 7. Ich höre Schnee unter Füßen knirschen und Scheibe kratzen. Letzte Nacht hat es ein Wintergewitter mit Schneesturm gegeben. Wir haben gestern abend Blitze gesehen, Donner gehört und als wir im Bett lagen, peitschten Eiskörnchen gegen das Haus.
10 Minuten später stehe ich auf. Kurz ins Bad, dann will ich eigentlich aufs Sofa und noch bischen Alleine-Zeit genießen. Als ich im Schlafzimmer meinen Bademantel hole, höre ich oben kleine Füße trappeln. Na super, die Jüngste ist auch schon auf. Wir beschließen, gemeinsam auf dem Sofa zu butzeln. Klappt. Beide unter einer Decke, sie mit Bilderbüchern, ich mit Tablet. Die Katze kommt zum Streicheln.
Erst etwa eine Stunde später starten wir den Tag richtig. Anziehen. Die Jüngste fängt bereitwillig an, bis ich sage, sie soll die Hose von gestern nachmittag nochmal anziehen. Da geht erstmal nix mehr. So lasse ich sie stehen und sammle Wäsche ein. Die Großen wecke ich, sie sollen sich auch anziehen und frühstücken kommen.
Dann zur Waschmaschine, Wäsche sortieren, Maschine anstellen. Die Jüngste brüllt derweil von oben in Endlosschleife: "Komm sofort wieder hoch!" Ich erkläre ihr, dass ich jetzt Frühstück machen werde. Sie kann gerne die Hose anziehen und runter kommen, um sich bei den Socken helfen zu lassen. Klappt.
Wir zwei frühstücken. Sohnemann kommt dazu und isst mit. Danach soll er seine Schulsachen holen (sind noch im Beutel an der Garderobe, da er von Sonntag bis gestern bei Oma war). Währenddessen räume ich den Geschirrspüler aus und wieder ein. Die Jüngste ist mit unten, ich höre seltsame Geräusche und der Drucker druckt. Die Große hat ihre Videokonferenz vergessen... Sohnemann steckt in voller Skimontur und will raus. Äh... nö. Erst Schule, dann alles andere. Großes Drama. Die Große verschwindet mit Arbeitsblatt in ihrem Zimmer. Die Jüngste lässt sich glücklicherweise überzeugen, was zu spielen. Für paar Minuten verschwindet sie in ihrem Zimmer.
Sohnemann bockt. Er liegt voll angezogen an der Garderobe. Ich erkläre ihm nochmal seine Optionen (erst Schule, dann Freizeit, je eher und bereitwilliger er mitmacht, umso eher ist er fertig. Und Skifahren gerne... später). Das klappt erstaunlicherweise. Wenige Minuten später sitzt er am Esstisch. Wir machen den Rest Mathe. Dann schauen wir mit Tablet auf der Lernplattform, was sonst zu tun ist. Alles ein Durcheinander. Für eine Aufgabe in Geografie fehlt der Ausschneidebogen. Darunter ist eine Aufgabe über die Inuit. Die kann er lösen. Während er eine Nachricht an seine Lehrerin tippt wegen dem fehlenden Bild, versuche ich mir einen Überblick zu verschaffen. Inzwischen ist es halb 11, die Jüngste will raus. Ich entlasse auch Sohnemann. Als die beiden draußen sind (und die Große ihnen etwas später samt Katze folgt), sitze ich am Tisch mit Lernsax und sichte Sohnemanns Hefter. Ich schreibe alle Aufgaben in Kurzform raus und hake ab. Dabei stelle ich fest, dass mindestens drei Aufgaben auf Lernsax mit "erledigt" markiert sind, die ich aber nicht in seinen Heftern finde.
Die Große kommt wieder rein. Es ist viertel 12, ich muss Essen kochen. Geschrei von Draußen. Sohnemann ist mit den Skiern zum Muldendamm, die Jüngste will mit, darf aber das Grundstück nicht verlassen. Sie kommt brüllend rein, bleibt aber unten und beruhigt sich. Als ich fertig bin mit Sohnemanns Plan, schäle ich Kartoffeln. Sohnemann kommt zurück. Ich rufe es der Jüngsten zu, die daraufhin nochmal raus geht. Wenig später sind beide wieder drinnen. Die Jüngste hat vor Kälte schmerzende Finger. Ich schicke sie aufs Sofa unter die Decke, Sohnemann betätigt sich derweil an ihren Malsachen. Schnell steht die Jüngste daneben. Sohnemann kippelt, der Stuhl fällt um und erwischt die Jüngste knapp über der Ferse. Gebrüll. Trösten. Sie verlangt nach einem Kühlpad, braucht sie nicht. Sohnemann lenkt sie direkt ab und ich kann mich weiter dem Mittagessen widmen.
Sohnemann soll den Tisch frei räumen, da liegen sämtliche Hefter und Bücher offen, weil ich ja seine Aufgaben durchgeschaut habe. Will er nicht. Tut er dann doch. Widerwillig. Tisch decken. Dann können wir essen. Es gibt Gemüseeintopf mit Würstchen und Butterbrot. Im Kühlschrank finden sich noch Kirschgrütze und Vanillejoghurt als Nachtisch.
Tisch ab-, Geschirrspüler einräumen. Die Jüngste geht ins Bett, die Großen in ihre Zimmer und ich aufs Sofa mit Tablet. Erst lese ich ein bischen auf anderen Blogs, kommentiere und schreibe dann bis hierher. Die Jüngste kruschelt immer noch. Manchmal schläft sie erst gegen 3 ein. Sie braucht den Mittagsschlaf aber noch. Ich bin selbst sehr müde und werd ein kurzes Nickerchen versuchen.
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