Mittwoch, 20. Januar 2021

Eine Woche im Lockdown - Mittwoch

Der Wecker meldet sich wieder 6.40 Uhr. Der Herr TAC steht auf, weil er auf Arbeit muss. Ich darf liegen bleiben, kann aber nicht mehr schlafen. Kurz nach halb 8 kruschelt die Jüngste durchs Babyfon. Ich geh kurz ins Bad, das hört sie und kommt ins Schlafzimmer zum Kuscheln. Leider hat sie dazu nur kurz Ausdauer und ich kann es nicht leiden, wenn unser Bett zum Toben genutzt wird. So stehe ich auf und ziehe mich an. Dann gehen wir hoch, ich wecke die Geschwister, bzw. nur die Große, Sohnemann ist schon wach.

Dann helfe ich der Jüngsten beim Anziehen, sammle Wäsche ein, starte eine Waschmaschine, mache Frühstück. Die Große kommt dazu, die Jüngste frühstückt immer mit. Sohnemann bleibt hartnäckig bis Mittag im Bett und liest. Ich hab heute nicht die Kraft zu kämpfen, dass er seine Schulaufgaben macht. Das merkt er natürlich und macht erst recht nix. Dafür ist die Große heute sehr motiviert. Sie hat 2 Konferenzen übers Internet und muss noch einige Dinge erledigen.

Ich rufe in der Wunschmittelschule an und schreibe danach noch eine Mail wie abgesprochen. 

Danach räume ich die Küche auf und staubsauge das Wohnzimmer. Die Jüngste hat in den letzten Tagen ausgiebig mit dem bunten Reis in der Kinderküche gespielt, das ganze Haus ist voll. Außerdem räume ich den Weihnachtsgeschenketisch ab, also das, was davon noch übrig ist, wische Staub und räume das Süß- und Knabberkramfach aus und wieder ein. Die Jüngste ist mal bei mir, mal in ihrem Zimmer. Herr TAC schickt mir eine Nachricht, ab morgen kann er Homeoffice machen. Das bedeutet, er fährt nur noch 1-2mal pro Woche nach Chemnitz. Sohnemann stört die Große bei ihrer Konferenz, ich muss ihn aus dem Zimmer holen. Darüber wird Mittag. Ich schiebe schnell TK-Pizza in den Backofen. Wir werden wohl wieder einen Essensplan machen müssen. Wenn alle täglich zu Hause sind, brauchen wir schon gewisse Mengen. Abgesehen davon, dass ich ohnehin nicht so gerne koche, hab ich zwischen Kindern, Hausarbeit und Schulaufgaben nicht viel Zeit zum Kochen.

Pizza geht immer, so sitzt nun sogar Sohnemann angezogen mit am Tisch. Danach ist Mittagspause. Die Jüngste schläft mal wieder nicht und spielt recht laut. Ich bin müde. Aber schlafen wird nix bei der Lautstärke (auch Sohnemann ist nicht sonderlich still).

Gegen 3 gehn wir raus. Die Jüngste und ich freiwillig. Sohnemann will nicht, muss aber. Ich stelle ihn raus, Jacke und Schuhe dazu. Dann gehe ich mit der Jüngsten zur Ergo-Praxis, um Sohnemanns neues Rezept abzugeben. Auf dem Rückweg kommen wir an einem Spielplatz vorbei, den die Jüngste nicht so gut kennt. Und dort ist nun auch Sohnemann. Er wusste ja, wo wir hin wollen und ist uns gefolgt. Die beiden spielen. Ich laufe in der Nähe rum und schaue zu. Dann wird mir richtig kalt. Zeit heim zu gehen. Sohnemann kommt gleich mit, die Jüngste schreit erstmal. Dann rennt sie uns hinterher, holt sich eine feste Umarmung ab und läuft dann als wäre nix gewesen mit uns heim.

Wir sind noch nicht lange zu Hause, da kommt auch der Lieblingsehemann heim. Also gibts erstmal Kaffee und wir tauschen uns aus. Die Mädchen sitzen auf dem Boden und spielen mit dem bunten Reis. Der Boden ist schon wieder übersät.

Ich geh erstmal in den Discounter und zum Bäcker. Inzwischen versuchen Herr TAC und Sohnemann, in die Konferenz mit Sohnemanns Lehrerin zu kommen. Klappt tatsächlich beim zweiten Versuch. Während er mit Lehrerin, Lehrer und Klassenkamerad redet und kichert, schnipple ich Salat. Später essen wir und dann ist auch schon Schlafenszeit für die Jüngste. Sohnemann muss auch ins Bett, darf aber noch ein bischen lesen. Ich setze mich mit Tablet aufs Sofa. Eigentlich müsste ich Blogeinträge schreiben. Aber ich kann mich nicht aufraffen. Ich bin heute schon den ganzen Tag nicht so gut drauf, genervt von der Gesamtsituation und vielleicht auch resigniert. So spiele ich erst einfach nur bischen und tippe schließlich die 3 Blogeinträge doch noch (Montag, Dienstag und Mittwoch).

Damit ist mal wieder eine Woche um. Alle Einträge dieser Art gibts oben beim Reiter "Eine Woche".

Mittwochsgrüße von TAC 

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