Montag, 3. Dezember 2018

Wochenende in Bildern KW 48

Auch im Advent sammelt Susanne von "Geborgen wachsen" Einblicke in Familienwochenenden. Unser erstes Adventswochenende ist immer etwas stressig, wobei es schon besser ist als vor einigen Jahren, als es noch am Sonntag vormittag einen Familiengottesdienst in unserer Kirche gab. Der wurde aber in diesem Jahr wieder auf den 2. Advent verlegt und auch im Theaterverein sind wir derzeit nicht präsent, so dass Termine wegfallen und wir doch wieder mehr genießen können. Vor zwei Jahren hab ich Samstag und Sonntag mal etwas ausführlicher beschrieben.


Hinweis: enthält unbezahlte Werbung, da Marken erkennbar oder benannt sind

Samstag:
Die Jüngste weckt uns zu nachtschlafenden Zeiten gegen dreiviertel 7. In der Woche schläft sie häufig bis 8 Uhr. Vermutlich freut sie sich am Wochenende so sehr darüber, dass Mama und Papa neben ihr liegen, so dass sie halt einfach wach ist.
Gegen halb 8 stehen wir auf. Morgengewusel.
Heute ist der 1. Dezember, in den meisten Familien darf heute das erste Kalendertürchen geöffnet werden. Aus der Familie des Lieblingsehemanns stammt der Brauch, das erste Türchen immer am ersten Advent zu öffnen. War der erste Dezember vorher, sind es mehrere Türchen auf einmal, liegt er später, darf am ersten Advent die 1 geöffnet werden und dann erst die 2, wenn der 2. Dezember da ist. In den letzten Jahren hatten die Kinder selbst gefüllte Beutelkalender, die entsprechend mehr oder weniger Beutel haben. Dieses Jahr haben sie sich gekaufte Kalender gewünscht und auch bekommen. Trotzdem stelle ich heute schon meinen Postkartenkalender neben dem Frühstückstisch auf, der mich nun schon mehrere Jahre begleitet.
Dreiviertel 9 fahre ich bereits in unseren Heimatort. Es ist Schlossweihnacht.
Nach offizieller Eröffnung durch den Bürgermeister und Stollenanschnitt folgt ein Gottesdienst in der Schlosskapelle. Dafür schmeißen sich die Kirchenchöre zusammen.
Bis dahin ist noch mehr als eine Stunde Zeit. An den Ständen herrscht einräumendes Treiben, letzte Handgriffe an Technik und Deko werden erledigt.
Und ich gehe zum Einsingen in die Kapelle. Es gibt ein freudiges Ereignis: Chormitglieder sind Urgroßeltern geworden. Ein kleines Mädchen. Es wird gratuliert und sich mit gefreut.
Der Gottesdienst ist schön wie immer, nur weniger besucht. 
Als er vorbei ist, sind auch Lieblingsehemann mit Kindern und Opa da. Der erste Anlaufpunkt ist immer die Schlossküche, wo Plätzchen gebacken werden. Am Samstag vormittag hält sich der Andrang noch im Rahmen, so können alle drei Kinder zeitgleich werkeln.
Mittagessen gibt es auf dem Weihnachtsmarkt. Backfischbrötchen, Roster (Bratwurst im Brötchen), Kinderpunsch oder Glühwein... Die Auswahl ist groß und alle werden satt. Wir bummeln, halten hier und da ein Schwätzchen, kaufen ein paar Weihnachtsgeschenke. Die Große sucht sich Ohrringe aus, außerden eine neue Mütze mit Loop, der wird nachgeliefert. Und für die Kleine kaufe ich ebenfalls eine Mütze mit passender Halssocke.
Dann haben wir keine Lust mehr. Sohnemann will unbedingt noch in die Modellbahnausstellung. So teilen wir uns. Die Mädchen kommen mit mir. Wir halten am Discounter und ich sause schnell hinein, Vergessenes und Brötchen zu kaufen. Als ich wieder am Auto bin, schläft die Kleinste. Wundert mich nicht, ist ja inzwischen schon halb 3.
Ich trage sie schlafend hoch, doch wie ich sie aufs Sofa legen will, wird sie wach und ist direkt wieder putzmunter. Sie meint zwar "Dei-dei", nimmt Nuckel und Kuscheltiere und legt sich neben mich aufs Sofa, aber schlafen mag sie nicht mehr. Also spielen...
Abends esse ich meinen Schokoapfel (der war bäh, kakaohaltige Fettglasur und ein Apfel, der nahezu null Geschmack hatte, so einen schlechten Schokoapfel hatte ich schon seit Jahren nicht mehr, bestätigt am nächsten Tag auch die Schwägerin, die ebenfalls einen gekauft hatte) und stricke ein bischen, doch schon bald braucht die Kleinste die Mama neben sich im Bett, so lese ich auf dem Kindle, bis der Herr TAC ebenfalls ins Bett kommt.


Sonntag:
Endlich ist erster Advent. "Endlich" aus Kindersicht, für mich war das Jahr gefühlt viel zu kurz.
Auf dem gekauften Adventskranz brennt eine Kerze und die Jüngste pustet ständig. Alle Kinder frühstücken mit uns, das genießen wir ganz bewusst.
Sogar die Katze ist dabei und wartet auf das eine oder andere Häppchen (ja ungesund... ich weiß, aber die Katze ist 16,5 Jahre alt...)
Dann endlich ist Adventskalenderzeit. Ich lese aus einem neuen Buch. Wir versuchen das seit ein paar Jahren, klappt nicht täglich, aber immer besser. Dann dürfen die Kinder ihre Kalender sehen und öffnen. Die Große hat sich einen mit Nagellack gewünscht, Sohnemann hat einen RC-Kalender und ist total begeistert und die Jüngste hat einen für Kinder ab 2 von Haba, weiß aber noch nicht so recht, was sie davon halten soll.
Dann fließt der Tag vor sich hin. Großtöchterchen sitzt an Schulsachen, Sohnemann liest, die Kleine spielt, Mittagessen bei den Großeltern, Gespräche...
Am Nachmittag ist wieder Chorprobe, denn heute ist das traditionelle Konzert zum Abschluss des Weihnachtsmarktes. Es klappt besser als die Proben am Wochenende zuvor hätten vermuten lassen, aber es ist noch Luft nach oben. Einige skurile und lustige Momente hatten wir, als der Posaunenchor, der vor der Kirche Konzert gab, direkt mit dem Dirigenten begann und wir uns alle wunderten, warum es so schief klingt... Das ist eh eine blöde Geschichte. Eigentlich gestaltet dieses Konzert der Posaunenchor mit. In diesem Jahr wurde er wohl ausgeladen, bzw. sollte nur ein einziges Lied spielen. Das haben die nicht mitgemacht und kurzerhand ein Konzert vor der Kirche gegeben. Sicher mit vollem Wissen, dass es zur Porbenzeit stattfindet. Naja, das haben andere verbockt, nicht ich. Aber blöd ist es schon...
Kaffeepause nach der Probe.
Dann Konzert. Es klappt ganz gut. Einen Einsatz verhauen wir, aber da hat der Dirigent keinen Einsatz angezeigt. Die Zuhörer waren begeistert. Das ist das Wichtigste.
Viertel 9 bin ich zu Hause. Die Kleine und Sohnemann schlafen bereits. Die Große wuselt frisch geduscht durch die Wohnung und sucht zusammen, was sie für die Schule morgen braucht. Letzte Woche war sie krank und hat von der Kinderärztin ein Attest und für diese Woche Sportbefreiung bekommen. Dieses kleine Zettelchen ist unauffindbar. Ich suche mit. Wir können uns nicht mehr erinnern, wo wir den zuletzt gesehen haben. Hach ja... Ich schicke die Große ins Bett und suche weiter. Ein zweites Mal räume ich den (Alt-)Papierstapel um. Herr TAC sucht ebenfalls obwohl er den Zettel gar nicht gesehen hatte. Vergeblich. Irgendwann geben wir auf und ich setze mich aufs Sofa. Fernsehberieselung mit Jahresrückblick. Als mir die Augen zufallen, gehe ich ins Bett.

Musikalische Adventsgrüße von TAC

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Zunächst einmal lese, freue und bedanke ich mich herzlich über jeden Kommentar.
Bezugnehmend auf die DSGVU muss ich auf folgendes hinweisen:
1. Mit jedem Kommentar werden die eingegebenen Daten und ggf. weitere Daten wie IP-Adresse an den Bloganbieter übermittelt und gespeichert.
2. Kommentare können jederzeit selbstständig durch den Ersteller oder durch mich (TAC) gelöscht werden.
3. Blogger ermöglicht, Folgekommentare zu abonnieren. In diesem Fall wird auch die Mailadresse zur Überprüfung der Identität gespeichert und genutzt. Das Abo kann per Klick in der Mail gekündigt werden.
Weitere Informationen finden sich im Reiter oben.