Ups, es ist ja schon wieder der fünfte Tag im Monat und Frau Brüllen fragt: "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" Ich hab überlegt, ob ich diesmal mitmache, weil unser Tag absolut unspektakulär war. Aber das gibts halt auch, deshalb: Ja, ich bin wieder dabei.
Unser Tag beginnt nach ein wenig Ausschlafen gegen acht Uhr. Beide Kinder kommen zum Kuscheln in unser Bett. Bei Töchterchen ist das inzwischen schon selten geworden.
Dann aufstehen, anziehen, frühstücken... das Übliche halt.
Ich habe heute einen Termin: Die jährliche Mitgliederversammlung des Theatervereins. Kurz vor halb zehn verlasse ich das Haus und laufe zum vereinbarten Treffpunkt, wo ich nach einigen Minuten abgeholt werde. Es ist trübe und regnerisch. Mein "Taxifahrer" fährt für meine Begriffe zu rasant und zu weit in der Mitte. Als er dann während der Fahrt ans Handy ohne Freisprecheinrichtung geht, die Geschwindigkeit nicht minimiert und auch noch beide Hände vom Lenkrad nimmt, beschließe ich, mir für den Rückweg eine andere Mitfahrgelegenheit zu suchen.
Am Versammlungsort angekommen - der Gastraum einer ehemaligen Gaststätte - gibts erstmal ein großes Hallo. Kurz nach zehn gehts dann auch schon los mit den alljährlichen Themen:
Tätigkeitsberichte, Entlastungen, Rückblick auf die vergangene Saison, derzeitiger Stand der Vorbereitungen für das Stück 2017 "Der (aller)letzte Mohikaner", Abstimmung für 2018 ("Zorro") und Regie und noch jede Menge andere kleine und große Dinge werden besprochen. Zwischendurch gibt es eine kleine Pause, wo wir belegte Brötchen essen können und uns über dies und das austauschen. Bereits kurz nach halb eins sind wir fertig - wow, so schnell waren wir noch nie.
Ich finde eine andere Mitfahrgelegenheit, wir führen unterwegs eine nette Unterhaltung und auch der Fahrstil ist angenehm.
Wieder zu Hause treffe ich den Herrn TAC am Zaun, den er umgesetzt hat. Ein Blogeintrag dazu ist seit Tagen geschrieben, aber da noch ein Foto fehlt und ich das immer zu machen vergesse, wartet der Eintrag brav im Entwurfsordner. Töchterchen schaut um die Ecke und fragt, ob sie den Tisch auch für mich mit decken soll. Ich folge ihr in die Küche und schaue nach dem Nudelauflauf, den ich gestern vorbereitet und der Herr TAC heute in den Ofen geschoben hat. Er ist fertig. Also gibts Mittagessen.
Danach geht der Herr TAC wieder ans Bauen.
Am Vormittag hatte er bereits die neue Batterie in mein Auto eingebaut. Die alte muckerte schon seit einigen Jahren immer dann, wenn es kalt war, konnte bisher immer mit Laden wiederbelebt werden. Aber nun half auch das fast nicht mehr. Das erste Paket mit der neuen Batterie ging verschollen. Laut Sendungsverfolgung soll die Ersatzbatterie erst am Montag eintreffen. Ob das nun die erste oder zweite ist, die los geschickt wurde, wissen wir nicht. Jedenfalls springt mein Auto nun wieder zuverlässig an. (Nun braucht es noch einen neuen Auspuff, darum kümmern wir uns in den nächsten Tagen).
Herr TAC verbringt den Großteil des Nachmittags mit Bauen. Da es inzwischen draußen kräftig regnet, baut er an der Verkleidung vom Spülkasten im Klo und gießt den Graben mit Beton aus, der die größte Stolperfalle ist.
Die Kinder wissen nix mit sich anzufangen. Ich versuche sie dazu zu bewegen, etwas zu tun, was sowieso getan werden muss: Töchterchen soll Mathe üben und ihr Zimmer zumindest teilweise aufräumen, Sohnemann soll sein Hausaufgabenheft vortragen und sein Zimmer aufräumen. Es gelingt nur so mäßig.
Eigentlich müssten die Kinder raus an die Luft, aber das Wetter ist zu ungemütlich und sie waren am Vormittag mit draußen. So lasse ich sie die meisten Zeit vor sich hin daudeln, das muss auch mal sein. Ich häkle ein wenig.
Auch der Abend plätschert vor sich hin. Nach dem späten Abendessen schalten wir den Fernseher ein und ich schaue mit den Kindern zusammen Kika. Dann geht Sohnemann ins Bett und Töchterchen schaut ein wenig Supertalent. Mir wäre die Dokumentation über den Heiligen Martin lieber gewesen, aber das fand Töchterchen langweilig.
Herr TAC duscht ausgiebig und pflegt seine Blessuren, die er vom Bauen hat (diverse Kratzer und eine kleine Schürfwunde, die ein Pflaster bekommt, nix ernstes).
Gegen halb 10 schicken wir Töchterchen ins Bett und Herr TAC kommt aufs Sofa. Die Katzen gesellen sich dazu. So lassen wir uns noch ein wenig vom schlechten Fernsehprogramm berieseln, bis wir auch schlafen gehen.
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