Alles ist noch ruhig, als ich auf die Uhr sehe: 4 Uhr irgendwas. Noch zwei Stunden darf ich schlafen. Ich drehe mich auf die andere Seite, sortiere, bis auch der Bauch eine bequeme Position gefunden hat und schlafe tatsächlich schnell wieder ein.
Geweckt werde ich durch eine Tür. Die Uhr sagt, 10 Minuten vor Wecker. Töchterchen ist aufs Klo gegangen. Ich döse noch ein wenig, bis der Wecker tatsächlich los geht und gehe dann salbst aufs Klo. Auf dem Weg dahin schaue ich bei Töchterchen rein. "Angezogen!" ruft sie mir entgegen. Sie liegt mit Buch im Bett und strahlt mich an. Ich bin noch nicht richtig wach, murmle ein "Guten Morgen" und tappse weiter zu Klo. Keine Katze da, Töchterchen hat die Katzenklappe bereits geöffnet.
Zurück im Bett ist Sohnemann bereits zum Herrn TAC unter die Bettdecke gekrochen. Ich lege mich nochmal hin und nun kommt auch Töchterchen dazu. Wir hören die Nachrichten an. Die Kinder tauschen die Plätze und Herr TAC gratuliert seiner großen Tochter. Das Päckchen mit der Kleidung habe ich extra mit ins Schlafzimmer genommen, das packt sie nun aus. "Ich zieh mich nochmal um!" verkündet sie und verschwindet aus unserem Bett. Auch alle anderen stehen auf. Ich werfe nur schnell den Bademantel über, will später in Ruhe duschen. Ich versuche, Sohnemann zum Anziehen zu bewegen und habe die erste Auseinandersetzung des Tages mit Töchterchen, die die wieder ausgezogene Kleidung in ihrem Zimmer auf den Boden geworfen hat (ich will doch staubsaugen). Nachdem ich ihr den Zopf geflochen habe, gehe ich in die Küche, um Frühstück zu machen.
Töchterchen folgt mir unmittelbar und geht direkt ins Wohnzimmer zu den Geschenken. Ich zitiere sie zurück, sie soll auf den Papa warten. Jetzt nehme ich sie auf den Schoß und gratuliere ihr ganz in Ruhe. Kurz danach sind alle oben und sie darf auspacken. Inzwischen stelle ich den Kuchen auf den Tisch und zünde 10 Teelichter an.
Wir löschen alle Lichter und singen unser Geburtstagslied. Töchterchen darf Kerzen auspusten und schafft 9 mit einem Mal. Die Kinder essen Geburtstagskuchen zum Frühstück, danach ist alles Routine: Zähne putzen, Anziehen, Aufbruch.
Pünktlich halb 8 sind alle aus dem Haus.
Ich atme kurz durch und drehe meine Morgenrunde: Wäsche einsammeln, Betten machen, Jalousien hoch, lüften, WaMa anstellen...
Dann gehe ich ausgiebig duschen und verbringe hinterher mehr Zeit als sonst vorm Spiegel, betrachte meinen Babybauch und denke an die zurück liegenden Geburten. Meine Gedanken wandern hin und her, während ich meine Haare kämme und Zähne putze.
Zum Trocknen setze ich mich an den Rechner, stöbere in meinen Mitlese-Blogs und lese mich auf dem Hebammenblog fest.
Die ruhige Zeit tut mir gut, der restliche Tag wird noch anstrengend genug. Ich plane meine heutigen Haushaltstätigkeiten, schreibe den gestrigen Eintrag fertig und den heutigen bis hierher.
Der Rest meines Vormittages ist unspektakulär, ich verbringe ihn mit Hausarbeit.
Gegen 11 Uhr kommt Töchterchen freitags bereits nach Hause. Sie weiß nicht so recht was mit sich anzufangen, sucht sich etwas zu essen (obwohl sie in der Schule gerade gegessen hat) und legt sich dann aufs Sofa zum Lesen.
Ich essen ebenfalls, dann ist es bereits Zeit, Sohnemann aus der Schule zu holen. Ich erledige weitere Hausarbeiten, während die Kinder vor sich hin kruscheln. Mehrfach bitte ich um Mithilfe, bekomme aber keine. Gegen 1 schicke ich die Kinder in ihre Zimmer. Sohnemann soll den Boden zum Saugen frei räumen. Ich lege mich in der Zeit aufs Sofa und schlafe.
Wieder wach beginne ich zu staubsaugen. Erst gehts gut, doch dann ist mal wieder das Rohr verstopft. Um an die Stelle zu kommen, muss der Saugfuß ab, das schaffe ich nicht alleine. Also ruht das Saugen erstmal.
Töchterchen wechselt das Buch und den Leseort: von Bett zu Sofa. Sohnemann ist in den Streik getreten: "Ich räume mit Opa auf!" Auch Töchterchen ist nicht zu aktiver Mithilfe zu bewegen, also räume ich alleine weiter. Irgendwann gegen halb 4 bin ich so genervt, dass ich mich anziehe, um eine Runde Spazieren zu gehen. Unterwegs treffe ich den Opa, der unterwegs zu uns ist. Ich kläre ihn über die Lage zu hause auf und setze meinen Weg fort. Als ich etwa eine Viertelstunde später wieder zu Hause bin, ist er bei Sohnemann im Zimmer, der nun tatsächlich aufräumt. Plötzlich ist auch Töchterchen gewillt zu helfen.
Leider ist meine Laune immer noch auf dem Tiefpunkt. Der Opa schafft es, den Staubsaugerfuß abzumachen. Ich löse die Verstopfung, stecke alles wieder zusammen und sauge die restlichen Räume, außer Sohnemanns Zimmer. Das will er alleine machen.
Gegen halb 5 kommen dann endlich die anderen Kaffeetrinkengäste, und gaaaanz langsam wird meine Laune besser.
Der Rest des Tages ist Geburtstagsfeier. Töchterchen packt Geschenke aus und ist einfach glücklich. Sohnemann auch, weil er seinen Opa hat. Später greift mir die SchwieMu unter die Arme, als ich in der Küche das Abendessen vorbereite. Töchterchen hat sich Sandwiches gewünscht, da ist der Aufwand nicht so groß.
Später liegt Töchterchen wieder mit einem Buch auf dem Sofa, Sohnemann darf mit Opa an Papas Computer Rennen fahren und die anderen Erwachsenen unterhalten sich.
Nach 21 Uhr verabschieden sich einige Gäste und nach 22 Uhr schicken wir die Kinder zum Bettfertig machen. Töchterchen wollte diesmal gerne bis zu ihrer Geburtsminute aufbleiben. So stoßen wir mit Limo, Saft und Wasser 22.45 Uhr auf ihre 10 Jahre an.
Danach ist schneller Aufbruch und Abflug in die Betten für die Kinder und mich. Als Herr TAC 10 Minuten später nach kommt, schläft Töchterchen bereits fest, Sohnemann ist noch wach, aber auch nicht mehr lange.
Freitagsgrüße von TAC
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