Die Nacht ist sehr bescheiden. Der Herr TAC macht erkältungsbedingt ziemlich laute Geräusche, was mich am Einschlafen hindert und ihn ebenfalls immer wieder weckt. Irgendwann nach 1 schlafen wir wohl doch. Ich kann mich erst wieder an ein Stillen gegen 6 Uhr erinnern, also könnte es tatsächlich sein, dass das Baby fast 6 Stunden am Stück geschlafen hat. gegen 7 will sie nochmal stillen, danach ist sie endgültig wach und meckert. Sie will aufstehen. Ich bin noch so hundemüde, dass ich versuche, sie mit Nuckel zu beruhigen. Das geht so einige Zeit, schließlich lege ich sie zwischen uns und der Papa spielt mit ihr. Gegen 8 geht er aufs Klo, das Zeichen für Sohnemann, zu uns ins Bett zu kriechen. Ich versuche, noch ein wenig zu schlafen - klappt nicht. Also stehen wir auf.
Anziehen, waschen, kämmen, Frühstück machen...
Wir frühstücken gemütlich. Das Babymädchen hat keinen Hunger und wirft das Brötchen unter den Tisch. Als ich eine Apfelsine schäle, hibbelt sie so sehr, dass ich sie kosten lasse. Sie lutscht den Saft und kann nicht genug bekommen.
Nach dem Frühstück beschäftigt sich Sohnemann mit seinen Adventskalendern und liest dann, erst auf dem Sofa, dann in seinem Zimmer. Herr TAC bastelt an der Eisenbahn und schaut dann Wintersport. Ich häkle - Ende eines großen Projektes in Sicht - und setze mich dann an den Rechner, um den gestrigen Eintrag und diesen bis hierher zu tippen.
Das Babymädchen ist neben dem Herrn TAC eingschlafen.
Gegen Mittag ziehen wir uns an und laufen zu den Schwieger-Großeltern. Das Babymädchen möchte nicht im Kinderwagen liegen und weint. Ich nehme sie erst auf den letzten Metern heraus, weil es so kalt ist. Auf meinem Arm ist sie zufrieden.
Töchterchen war mit der Oma in der Kirche und hat mit den anderen Engel-Kindern gesungen. Wir wurden vermisst, berichtet die Oma.
Zum Mittagessen gibt es Wickelklöße. So gut wie bei der Oma schmecken die nirgends.
Nach dem Essen sprechen wir über Weihnachten (irgendwie hat in diesem Jahr keiner irgendwelche erfüllbaren Wünsche) und dann schauen die anderen Wintersport. Das Baby quengelt, sie ist müde, mag aber nicht schlafen. So entscheide ich, dass ich mit ihr heim laufe und die anderen drei später nach kommen.
Es hat begonnen zu schneien. Bereits nach wenigen Metern schläft die Kleine, aber der Wind weht Schneeflocken in den Kinderwagen. Sie schüttelt und wischt immer mal mit den Händen.
Zu Hause wird sie nicht wach, als ich sie mitsamt Kinderwageneinsatz in Wohnzimmer trage. Ich lasse sie liegen, öffne nur die Tasche und nehme die Decke weg. Dann lege ich mich aufs Sofa und schlafe ebenfalls etwa eine dreiviertel Stunde. Dann koche ich mir Kaffee. Dadurch wird das Baby wach. Sie ist jetzt wieder bester Laune. Ich gebe ihr eine Waffel zu knabbern und trinke meinen Kaffee. Hinterher kuscheln wir uns aufs Sofa, schauen ein Stoff-Bilderbuch an, machen Spaß miteinander...
Gegen halb 6 kommen die anderen. Die Kinder wollen noch draußen bleiben. Sie haben bereits mit dem Opa einen Schneemann gebaut, aber es war wohl noch nicht genug Schnee. Erst gegen 6 kommen sie herein.
Ich bin inzwischen in der Küche und decke den Tisch. Wir essen alle recht wenig. Die Oma kocht nocht sehr gehaltvolle Hausmannskost, die lange anhält. Und der Herr TAC hat erkältungsbedingt derzeit sowieso kaum Appetit. Danach folgt das übliche Abendprogramm: Ausziehen, Zähne putzen, Babymädchen baden, in den Schlaf stillen, ... Der Herr TAC hilft Töchterchen bei den vergessenen Englisch-Hausaufgaben.
Mit etwas Verspätung schaltet Herr TAC den Tatort ein. Wir husten nebenher um die Wette und trinken 2 Liter Tee. Gegen halb 11 ruft mich das Babymädchen ins Bett, der Papa folgt etwas später.
Er kann nicht aufhören zu husten. Um nicht alle zu wecken, wechselt er samt Bettdecke zurück aufs Sofa.
Erkältungsgrüße von TAC
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