Auch nach diesem Wochenende sammeln Alu und Konsti fotografische Eindrücke.
Samstag:
Unser Tag beginnt mit Ausschlafen und nachdem die Kleine wach ist mit dem Versuch, noch etwas weiter zu schlafen. Klappt nur mäßig.
Frühstück gegen 9.
Dann fährt der Lieblingsehemann zum Haus.
Ich bleibe mit den Kindern in der Übergangswohnung, lege Wäsche und versuche, Sohnemann zur Erledigung seiner Schulaufgaben zu motivieren.
Mein Vater fährt mit dem Moped zur Werkstatt, um eine Lampe für den Scheinwerfer seines Autos zu kaufen.
Die Mädchen gehen in die Badewanne.
Bis dahin alles gut. Jetzt wirds chaotisch.
Mein Vater taucht wieder auf. Quer durchs Dorf geht seit Tagen eine Ölspur. Erst gestern hatte der Herr TAC zu mir gesagt, "Wenns regnet wirds kritisch". Geregnet hats nicht. Neblig wars heute morgen. Trotzdem ist mein Vater mit dem Moped weg gerutscht. In einer Kurve nur etwa 400m vom Haus entfernt. Man kennt sich im Dorf. Der dortige Anwohner hat es gehört, geholfen und meinen Vater her gefahren. Er wäscht sich kurz, dann fahre ich ihn wieder hin, denn er hatte die Polizei angerufen, auf die er nun warten muss.
Zurück zu Hause schnipple ich Wurst für Soljanka. Später geht die Sirene, die Feuerwehr soll sich um die Ölspur kümmern, die - glaubt man dem "Dorf-Funk" - von einem landwirtschaftlichen Fahrzeug stammen soll.
Meine Mutter saust derweil etwas durch den Wind durchs Haus. Sie hatte einen Anruf, mein Vater soll doch ins KH.
Die Mädchen sitzen noch immer in der Wanne, Sohnemann will seine Aufgaben nicht machen, meine Mutter bringt Wechselkleidung zu meinem Vater an die Unfallstelle und ich rühre in der Soljanka.
Meine Mutter kommt zurück. Alles soweit gut, meinem Vater gehts immer noch gut, nur die Hand sieht seltsam dick aus und soll geröntgt werden. Ich schreibe nebenher per Handy meinem Mann, der es meinem Bruder erzählt, denn zusammen mit einigen Kumpels bauen sie heute Fenster aus.
Meine Mutter nimmt die Kleine aus der Wanne und zieht sie an. Auch die Große zieht sich an.
Wir essen und danach bringe ich die Kleine ins Bett. Sohnemann hat derweil doch seine Aufgaben erledigt. Wir verbessern die Fehler, nebenher wärme ich die Soljanka nochmal auf und verpacke sie transportsicher. Als ich los will, bekommt meine Mutter einen Anruf, sie kann meinen Vater wieder abholen.
So lasse ich das Babyfon in der Obhut der großen Schwester, die nun auch an ihren Hausaufgaben sitzt.
Ich bringe Sohnemann zu den SchwiegerGroßeltern, er geht am Nachmittag mit Opa ins Schwimmbad. Dann bringe ich die Soljanka zu den hungrigen Fenster-Ausbauern.
Die Fenster liegen geordnet und beschriftet im Garten.
Das ganz Alte wartet im Haus auf die Entsorgung.
Man kann ungehindert durchs ganze Haus schauen. Alles was noch im Haus ist, verlässt dieses noch heute.
Sieht irgendwie trostlos aus.
Meine Eltern halten auf dem Rückweg am Haus. Mein Vater hat einen Arm mit Schiene ruhig gestellt. Ist wohl eine Prellung. Am anderen Arm wurden die Schürfwunden versorgt und verbunden. Sonst ist alles gut.
Ich halte noch einen langen Schwatz mit den Nachbarn. Dann tanken, Brötchen kaufen, zurück zur Übergangswohnung. Großtöchterchen wird gerade von der Schwiegeroma und der Tante abgeholt, die drei wollen ins Kino.
Ich übernehme die Kleine.
Zum Kaffee sitzen wir später bei meinen Eltern. Mein Bruder fotografiert unseren Vater und schickt das Foto an dessen Zwillingsbruder.
Dann gehen wir raus. Der Papa hat die Rutsche mitgebracht, die Kleine freut sich riesig und ich mache ein Foto mit Finger vor der Linse.
Die Kleine spielt und rutscht bis zum Abendessen, wir grillen mal wieder. SchwiegerOpa und Sohnemann sind auch dabei.
Als die Kleine im Bett ist, finde ich diese drei im Wohnzimmer.
Der Katze gehts immer schlechter. Es könnte ihr letztes Wochenende sein. Das scheint sie zu ahnen und ist in unserer Nähe.
Wir schalten den Fernseher ein, die Große kommt heim, sie waren nach dem Kino noch indisch essen.
Der Herr TAC ruht die müden Glieder in der Wanne aus.
Sonntag:
Wir beginnen mit Ausschlafen und Frühstück.
Danach wirds erstmal hektisch, denn die Großen haben Pfadi-Gruppenzeit und es müssen Rucksäcke und Essgeschirr gepackt werden, Zähne putzen, Haare kämmen und Kluft nicht vergessen... Herr TAC bringt sie hin, die Kleine winkt mit meiner Mutter am Fenster und ich dusche ausgiebig.
Dann gehen die beiden raus und ich kann einen Blogeintrag zum Dachboden schreiben, während meine Haare trocknen.
Wir fahren zum Haus. Herr TAC will nochmal fliegen, ehe es weg kommt. Ich sitze derweil mit der Kleinen auf dem Schoß auf der Hollywoodschaukel, denn sie mag es nicht, wenn der Herr TAC fliegt.
Mittagessen gibts bei der Schwiegermutter.
Danach schaut die Mannschaft fern (irgendwelchen Motorsport) und ich häkle vor mich hin. Die Kleine spielt, geht mal zu dem einen oder anderen, verlangt nach Nuckel und "nana" (unser Codewort für Stillen).
Zeit die Großen abzuholen und kurze Zeit später fahren wir zurück zur Übergangswohnung. Im Gepäck haben wir einen halben Kuchen von der SchwieMu.
So gibts erstmal Kaffee, Kuchen und Waffeln im Garten in der Sonne. Meine Eltern und mein Bruder sind auch dabei.
Die Kinder spielen. Der Herr TAC bastelt einen "Schutzschlauch" über die Wischwasseranlagenschläuche meines Autos.
Ich begleite meine Eltern zum Friedhof.
Da ist ein Specht so fleißig, dass Teile des Zweiges runter fallen. Er sitzt in der Astgabel, mittig im Bild.
Wieder zurück bereite ich Abendbrot und rufe die anderen.
Als ich die Kleine hinsetze um ihr die Schuhe auszuziehen, schreit sie los, zeigt auf die Windel und meldet weinerlich "A-a". Ich verstehe direkt, bette sie sachte auf den Wickeltisch. Normalerweise bemerken wir das große Geschäft recht schnell, durch Geruch oder weil sie es uns sagt. Durchs Draußenspielen hat es keiner bemerkt. Unsere Kinder sind da auch sehr empfindlich. Leider ist es so, wie befürchtet, feuerrot im Windelbereich.
Sohnemann soll auf den Abendbrottisch aufpassen wegen der Katze. Klappt nur mäßig.
Ich reinige die Jüngste mit Erklärung, warum es weh tut so sanft wie möglich und rufe nach dem Papa, der ihr die Badewanne füllt. Baden mit ein bischen spielen, dann trocken tupfen und gut eincremen.
Dann ist sie sogar bereit, mit zu essen.
Der Großen gehts nicht gut, Kopfschmerzen und blass, kein Appetit, wir schicken sie direkt ins Bett.
Auch die anderen beiden folgen recht bald, so kehrt gegen 8 Ruhe ein im Hause TAC.
Nach diesem turbulenten Wochenende ist das auch dringend nötig.
Nach-Wochenend-Grüße von TAC
Montag, 8. April 2019
Wochenende in Bildern KW 14
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WiB
2 Kommentare:
Zunächst einmal lese, freue und bedanke ich mich herzlich über jeden Kommentar.
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Uih, dann mal gute Besserung für alle Blessuren
AntwortenLöschenDanke. ;)
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